Wir sind einem schonenden Umgang mit unseren endlichen Ressourcen, unserer Umwelt und unseren Kunden verpflichtet, weshalb Nachhaltigkeit für uns kein Modewort, sondern Programm ist. Für unsere Produkte verwenden wir Naturwerkstoffe – Lärche, Buche und Fichte sind hierbei die wesentlichsten Hölzer, die in unserer [SPIEL]Manufaktur verarbeitet werden. Unsere Rohstoffe werden aus Überzeugung lokal besorgt. Wir verzichten bewusst auf Lacke und nutzen stattdessen reinen Leinölfirnis. Metallische Bestandteile finden Sie in unseren Produkten nur in Ausnahmefällen.

Und die kleinen Rücken-Seesäcke für unsere Kinderkunden produziert unser regionaler Partner Zwirnschmalz, ein Sozialprojekt, welches aus alten Textilien Neues kreiert.

 

 

Im Zentrum unserer Pädagogik steht die Erkenntnis: Ergreifen ist Begreifen! 

Deshalb entschieden wir uns für die Produktion handgerechter Holztiere, deren Detailkonturen bloß andeutungsweise geschnitzt und geschliffen werden, sodass die Offenheit der Objekte – seien sie nun Tiere, Bausteine oder Fuhrpark – die frühkindliche Phantasie nährt. Gerade das kreative Spiel, in Kombination mit visueller wie taktiler Schulung, fördern Auge-Hand-Koordination ebenso wie sprachliche Kompetenz im Erdenken diverser Spielgeschichten.

Daher haben wir uns bewusst gegen begrenzende Spielanleitungen auch bei komplexeren Sets entschieden, um zum offenen und vor allem zum gemeinsamen Spiel zu ermutigen. Den PuzzleMärchen beigefügt ist zwar die Geschichte, welche vorgelesen, vom Erwachsenen wie vom Kind nacherzählt und nach- sowie vorgespielt werden kann.

Oder vielleicht sogar weitergedichtet?

Denn wer sagt, dass der Esel der Bremer Stadtmusikanten nicht auch von seiner Jugend am Bauernhof erzählen darf?

Oder von seinem besten Freund, dem Fuchs Igor, mit dem er besonders gerne die rotbackigen Äpfel aus Rotkäppchens Korb verspeist?

Oder dass sie sich eines Tages mit Steinböckin Moni auf die Reise ins sagenumwobene Afrika machten, unzählige Abenteuer erlebten, bevor sich Steinböckin Moni im tiefen dunklen, dunklen Urwald in den Gorilla Umberto verliebte?

Und schon entsteht im Spiel eine neue Welt …

 

 

 

 

 

 

 

Parallel zu eigenen ersten Entwürfen für unsere Produktpalette keimte auch die Frage: Wie war es früher? Womit spielten Kinder? Und seit wann gab es den Beruf des Spielzeugmachers?

Unsere Recherchen zu diesem Thema brachten Spannendes zu Tage. Gerade die Spielsachen unserer Groß- und Urgroßeltern, die wir noch aus Erzählungen kannten, weckten die Lust manche dieser heutzutage nicht mehr produzierten Spielwaren fürderhin auch in unsere Angebot aufzunehmen, um sie so zukünftigen Generationen erneut anzubieten. Erinnern Sie sich noch an das Kakelorum, auch unter dem Namen Marmelturm bekannt? Ein Glücksspiel bei dem auch einfache Addition geübt werden konnte, je nachdem in welche Grube die Murmel nach Verlassen des Marmelturms fiel. Des Weiteren waren einst höchst beliebt alle Tierkörper, die auf eine mit Rädern bestückten Holzplatte montiert wurden – sei es um sie im Spiel als treue Begleiter hinter sich herzuziehen oder um auf ihrem Rücken die Welt zu erobern. 

Wussten Sie, dass Spielzeugmacher einst oftmals Hausierer waren, die ihre Spielwaren von Markt zu Markt trugen, um sie zu den Kindern von Moskau bis Lissabon zu bringen? Heute ist hierzu keine ›Bugelkraxen‹ (Bundesdeutsch: Rückentrage in Korbform) mehr nötig. Wir senden Ihnen auch nicht unsere Eselin Julchen oder unsere Giraffe Isabella zur Zustellung der Waren, sondern lassen Ihnen diese im Postpäckchen liefern – schade, nicht? 

Wer die historische Entwicklung in komprimierter Form nachlesen mag, kann sich hier schlau machen: Austria-Forum

 

Märchen und Sagen

Alles begann mit einem Pferd. Oder um genau zu sein, mit seinem Kopf. Aus einem Stück herumliegenden Holz einer Palette entstand aufgrund einer besonderen Maserung die Idee, einen einohrigen Pferdekopf zu gestalten, der alsdann den Eingangsbereich unseres Bauernhofs mit seinem wachsamem Auge stets im Blick behält. Damit hatte es naturgemäß auch seinen Namen weg …

Auf Ein-Ohr-Pferd folgten bald schon diverse Restaurationsarbeiten an Schränken, Betten und Regalen sowie allgemeine Drechselarbeiten (Möbelbeine, Holzlöffel, Haarspangen, -schmuck …)   Allem voran ging jedoch die Leidenschaft für das Material Holz: Robert Gampus wuchs als Sohn eines Kunsttischlers auf, und als sich ihm die Frage nach seiner beruflichen Weiterentwicklung stellte, kehrte er zu dieser Wurzel zurück. Ein kinderreicher Haushalt tat sein Übriges. Aufgrund der Beobachtungen ihres Spiels erkannte er: Kreativität entsteht durch Freiräume.

So wurden bald schon Eselchen Nick, Ziege Kasimir, Bär Bruno und der restliche Zoo geboren. Die nur angedeuten und mittels Schnitzerei und nachfolgender Schleiftechnik dezent eingeprägten Konturen lassen der kindlichen Spielphantasie genügend Raum, um sich zu entwickeln. Dadurch dass jedes Tier in Handarbeit gefertigt wird, gleicht außerdem keines dem anderen. Ihr individueller Charakter, unterstrichen durch die divergierende Färbung ihres Körpers aufgrund der Maserung, ist uns Programm. 

Zusätzlich zu dem Fokus auf das kindliche Spiel – für welches natürlich gerne jedes Wunschtier auch auf Bestellung angefertigt werden kann – stellt die [SPIEL]Manufaktur auch Dinge des erwachsenen alltäglichen Gebrauchs wie Holzknöpfe, Holzlöffel, Haarspangen, Scheffel und Ähnliches her.